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Unser Ralf sagt den Text auf Dies war in meiner Kindheit die übliche Kommentierung zu meinen Bemühungen, ein Lied zu singen oder mit zu singen. Somit schienen zunächst, laut Mutti, die Möglichkeiten meines musikalischen Ausdrucks doch sehr beschränkt. Meine diesbezüglichen Versuche wurden nicht wirklich, sondern eher wirklich nicht als Ansatzpunkte für kreative Frühförderung erkannt. Statt dessen dienten meine gut gemeinten Darbietungen in der Regel als Zielscheibe des Spottes im Kreise der Familie. Opa und der Lokus Ob die wirklich besser singen konnten, lässt sich nun im Nachhinein nicht mehr so genau heraus finden. Das was von deren Proberaum zu meinem darüber liegenden Kinderzimmer hinauf schallte, war jedenfalls überwiegend instrumental. Meistens hörte ich nur Opa's Schlagzeug, oft von seiner Trompete, manchmal auch Geige, begleitet, bzw. umgekehrt. Wenn der Lokus, der eigentlich Loks hieß, auch da war, konnte ich immer sein Akkordeonspiel hören - genau so laut wie Opas Schlagzeug. Und zum Refrain von deren Mohikana Shalali hätte ich vielleicht doch noch unauffällig mitsingen können, aber diese Weiche war damals bereits gestellt. Schlagzeugreste Was für ein Glück, dass Opa als fleißiger Allround-Musiker einen gewissen Verschleiß an Instrumenten hatte. So gab es für mich Gelegenheit, im heimischen Keller, die defekten und ausgesonderten Schlagzeugteile zur kreativen Nutzung im Sinne von familienbelästigender Geräuscherzeugung zu gebrauchen. Audio-Liebe Neben den Möglichkeiten der Geräuscherzeugung faszinierten mich sowohl bei Instrumenten wie auch bei Audiogeräten die Gerüche, die diese oft noch mit Röhren bestückten Anlagen ausstrahlten. Nicht nur um dem Klang noch näher zu kommen, sondern auch wegen der besonders reizvollen Düfte, klemmte mein Kopf oft Stunden lang im Schallplattenspielergehäuse unserer heimischen Musiktruhe. Ebenso schraubte ich gern die Rückwand derselben ab, um in den Resonanzraum zu tauchen und dort im Duft und Klang der Audio-Elektronik zu baden. Höhepunkte der körperlichen Auseinandersetzung mit Musikgeräten erzielte ich bald darauf auch mit meinen frühpubertären Versuchen, unser Grundig-Tonbandgerät als Onaniermaschine zu gebrauchen. Alte Bonbons für Poppa Joe Nachdem zunächst alles, was irgendwie mit Klang oder Musik zu tun hatte, aufregend schien, verhalfen mir u.a. Ilja Richter und Mal Sandock zur Entdeckung musikalischer Vorlieben. Da nun mit den wenigen elterlichen Schallplatten nicht mehr viel anzufangen war, wurde es Zeit, eine eigene Schallplattensammlung aufzubauen. Grundstein hierfür war Poppa Joe von The Sweet. Um mir diese Single kaufen zu können, suchte ich direkt nach Iljas Sendung all meine zurück gebliebenen, weil nicht so leckeren Süßigkeiten zusammen und verkaufte diese, in kleine Tüten abgepackt, an meine Mitschüler. Am dritten Tag hatte ich das Geld für Poppa Joe zusammen. Somit war der Grundstein für eine eigene Schallplattensammlung gesetzt. Schmutzfrequenzen für erste Live-Mixes In der Zeit, in der ich die eigenen Schallplatten noch leicht zählen konnte, war ich noch auf häufige Radiobenutzung angewiesen. Da mich die dort abgespielten Songs oft langweilten, entdeckte ich bald Höhen-,Tiefen-, Balance-Regler und vor allem das Schwungrad für die Sendersuche als geeignete Instrumente für spontane Echtzeit-Bearbeitungen der langweiligeren Radiosongs. Im rhythmischen Wechsel drehte ich die Stationen vor und zurück, wobei ich im Laufe der Zeit immer häufiger die Schmutzfrequenzen zwischen den Sendern als musikalisches Mittel einzusetzen bevorzugte. ... Fortsetzung folgt! |